Tallin, Kulturhauptstadt Europas 2011

Kulturhauptstadt Europas 2011 wird neben Turku (Finnland) die estnische Hauptstadt Tallin. Den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ vergeben die für Kulturfragen zuständige Minister des Rates der Europäischen Gemeinschaft jährlich an mindestens zwei Städte der Europäischen Union. In dem entsprechenden Jahr finden in den „Kulturhauptstädten“ dann zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt, die den Städten eine erhöhte gesellschaftliche Aufmerksamkeit und damit auch viele Touristen bescheren sollen.

Doch nicht nur die vielen attraktiven kulturellen Veranstaltungen laden zu einer Städtereise nach Tallin ein. Besonders hervorzuheben ist die vollständig erhaltene und 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärte Altstadt Tallins mit wunderschön erhaltenen Stadthäusern. Die Erhaltung und Pflege steht in Tallin überhaupt im Vordergrund. Strenge Richtlinien sowie ein außergewöhnlich hohes Maß an öffentlichkeitswirksamer Pflege von Gebäuden und Grünanlagen brachten Tallinn unlängst den Titel „Sauberste Stadt Europas“ ein.

Tallin erreicht man am komfortabelsten mit dem Flugzeug. Der Flughafen Tallin-Lennart Meri (TLL) befindet sich nur vier km ausserhalb Tallins. Ab Frankfurt beträgt die Flugzeit ca. 2:15. Einen Flug ab Deutschland mit Estonian Air oder Lufthansa kann man bereits ab Eur 99.- zzgl. Ticketgebühren buchen. Der Hafen von Tallin ist ein bedeutender Fährhafen für Verbindungen nach Rostock, Helsinki, Stockholm, Åland und Sankt Petersburg und bietet Reisenden gute Verbindungen mit Auto und Fähre. Neben Fährschiffen machen auch große Kreuzfahrtschiffe, wie z.B. AIDA auf ihrer Ostseeroute halt.

Einen wunderschönen Blick über die Altstadt Tallins genießt man am besten von der Aussichtsplattform Kohtu. Mittelalterliche Gildehäuser aus der Zeit, in der Tallin noch eine blühende Hansestadt war, findet man in der Pikk-Gasse. Die Unterstadt Tallins ist mit seinen zahlreichen engen Gassen, dem Rathausplatz aufgrund seiner vielen architektonisch interessanten Häusern unbedingt zu empfehlen. Auch zu empfehlen ist das quirlige Nachtleben Tallins, das mit seinen vielen Diskotheken, Bars und Pubs für jeden etwas zu bieten hat. Empfehlenswert ist die „Depeche Mode Baar“  zugehörig zum estnischen Depeche Mode Fanclub, die es bereits seit 1999 gibt. Will man individuell, also nicht unbedingt in den „bekannten Bettenburgen“ wohnen, empfehle ich das Hotel „The Three Sisters“. The Three Sisters ist ein kleines, aber dafür feines Hotel mit nur 23 Zimmern (8 Suiten). Jedes der Zimmer ist individuell und geschmackvoll eingerichtet und befindet sich in Gebäuden aus dem 14. Jahrhundert.

Ich hoffe, ich konnte meine Begeisterung für Tallin ein wenig zum Ausdruck bringen und vielleicht den ein oder anderen Leser überzeugen, einen Abstecher nach Tallin zu machen. Denn: Es lohnt sich!

Hier noch ein paar nützliche Informationen rund um Tallin

Veranstaltungskalender Tallin 2011

http://www.estlandia.de

http://www.ebden-reisen.de/estland/estland.html

Kloster Rila: eines der größten orthodoxen Klöster

 

 

Das Kloster Rila liegt in Bulgarien im Rila-Gebirge. Es ist eines der größten orthodoxen Klöster und ist in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen worden.

Das Kloster wurde im 10. Jahrhundert von dem Mönch Iwan Rilski gegründet. Im Mittelalter wurde das Kloster reich beschenkt und entwickelte sich zu einem Zentrum des geistigen und kulturellen Lebens in Bulgarien. Durch den Zaren Iwan Schischman erhielt das Kloster im Jahr 1378 weitreichende Privilegien. Zahlreiche Schriftsteller, Künstler und Baumeister hinterließen Manuskripte, kirchliche und Profanbauten, Wandmalereien, Holzschnitzereien, liturgische Gefäße und Ikonen.

Mit der Eroberung Bulgariens durch die Osmanen im 14. und 15. Jahrhundert verlor das Kloster an Einfluss. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde das Kloster geplündert und weitgehend zerstört. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde das Kloster wieder aufgebaut. Die Reliquien von Iwan Rilski wurden aus der damaligen bulgarischen Hauptstadt Weliko Tarnowo zurück ins Kloster Rila verlegt. Auch unter osmanischer Herrschaft genoss das Kloster Privilegien ähnlich wie in vor-osmanischer Zeit. Allerdings verhinderte auch der Schutzbrief des Sultans in Istanbul Übergriffe nicht vollständig. 1466 wurde zwischen dem Kloster Rila und dem Kloster Heiliger Pantheleimon auf dem Athos ein Vertrag über eine Partnerschaft geschlossen.

Auch die Beziehungen zur Orthodoxen Kirche in Russland wurden verstärkt. Im Jahr 1558 wanderten viele Mönche des Klosters nach Russland aus. Im 16. und 17. Jahrhundert erweiterten sich die Beziehungen zu den anderen Nachbarländern Serbien, Rumänien und Griechenland. [Read more…]