Pirin Nationalpark

Der bulgarische Nationalpark Pirin ist seit dem Jahr 1983 von UNESCO anerkannt. Er befindet sich in der Nähe von Bansko im schönsten Teil des Pirin-Gebirges auf einer Fläche von über 26 000 Hektar. Aufwärts bis ca. 1000 m über dem Meeresspiegel, im Abschnitt des Vihren-Gipfels, sind Flora und Fauna besonders gut erhalten. Hier zu sehen ist der älteste Baum in Bulgarien („Bajkuscheva Mura“),  der über 1200 Jahre alt ist. Auf einem sehr kleinen Abschnitt des Pirin-Nationalparks kann man viele seltene Heilkräuter und naturgeschützte Pflanzen, Vögel und Tiere  sehen.

 

Mehr als 50 Gipfel mit einer Höhe über 2600 Meter, ca. 70 eisbedeckte Seen, viele atemberaubend schöne Wasserfälle, geheimnisvolle Höhlen und majestätische Schluchten gehören zur Magie des Pirin-Parks. Das ökologische Gleichgewicht, die vielfältige Flora und Fauna, die guten touristischen Bedingungen und die eingenständigen Dörfer, die einmalige Folklore und die leckeren Gerichte der bulgarischen Nationalküche ziehen alljene, die Natur und Tourismus mögen, wie ein Magnet an.

Buchtipp: Der Autor Frank Pobell beschreibt in seinem Buch „Begegnungen im Pirin Gebirge“ in diversen Episoden Land und Leute der Region. Da der Autor selbst in das Gebirge gezogen ist, spricht er aus Erfahrung, wenn er Land und Leute beschreibt. Für Urlauber der Region ist dieses Buch genauso lesenswert wie für Interessierte des Landes.

Balkan-Gebirge – Übersicht

Das Balkangebirge ist mit 550 km Länge das größte bulgarische Gebirge. Es erstreckt sich über die gesamte Länge von Bulgarien von der serbischen Grenze bis ans Schwarze Meer. Im Norden grenzt das Balkangebirge an die Donauebene, im Süden an den Sofioter Talkessel, an das Sredna-Gora-Gebirge und an die Thrakische Tiefebene.

Der höchste Berg ist mit 2.376 m der Botev. Die Kette des Balkangebirges ist die Hauptwasserscheide Bulgariens. Hier entspringen viele Flüsse, die in die Donau und somit ins Schwarze Meer münden.

Das Westbalkangebirge ist bis zum Pass von Zlatitsa 215 km lang, hier steht der höchste Berg Kom mit 2.016 m. Das Mittelbalkangebirge liegt zwischen den Pässen bei Zlatitsa und Vratnik, welches den höchsten, schönsten und am meisten besuchten Abschnitt des Gebirges bildet. Neben dem höchsten Berg Botev liegen hier noch Veshen (2.198 m.), Goljam Kupen (2.169 m.), Ambaritsa (2.166 m.) und Malak Kupen (2.141 m.). In diesem Gebiet gibt es viele Naturschutzgebiete, Naturparks und Wasserfälle. Im Schipka-Pass auf dem Gipfel Stoletov erhebt sich das 32 m hohe Granitdenkmal Schipka. Hier befindet sich auch der Nationalpark Zentralbalkangebirge sowie verschiedene Klöster.

Das Ostbalkangebirge beginnt am Vratnik-Pass und reicht bis an die Schwarzmeerküste. Hier ist das Gebirge weniger hoch, hügelreich und leicht begehbar. Am meisten besucht sind der Naturpark “Die Blauen Felsen“ sowie die Städte aus der Zeit der Bulgarischen Wiedergeburt.

Klima:

Das Balkangebirge ist eine Klimascheide zwischen dem gemäßigt kontinentalen Klima Nordbulgariens und dem milderen, von der Ägäis beeinflussten Klima Südbulgariens. Es schützt Südbulgarien vor den kalten Nordwinden, die besonders im Winter recht unangenehm werden können. Oft bilden sich allerdings auch so genannte Fallwinde, die von den Kämmen in die Talkessel mit einer Geschwindigkeit bis zu 30 m pro Sekunde einfallen.

Das Balkangebirge ist das windigste und nebligste Gebirge Bulgariens. Die durchschnittlichen Temperaturwerte auf dem Botevgipfel belaufen sich im Januar auf – 8.9 °Celsius und im Juli auf 7.6 °Celsius. Die meisten Niederschläge fallen im Mai und Juni, am trockensten ist es im Februar. Schnee gibt es meist nur an den Nordhängen. Dort bleibt er auch für lange Zeit liegen, während er an den Südhängen nur stellenweise auftritt. Wegen der starken Winde bilden sich auf den Gebirgskämmen häufig Vorhänge, die dann auch als Lawinen herunterkommen können.

Geschichte:

Der Name „Altes Gebirge“ erscheint erstmals im Jahre 1533 in der Reisebeschreibung des dalmatinischen Reisenden Antun Vrantschitsch. Der Name Balkangebirge ist allerdings älter. Zu seiner Herkunft gibt es verschiedene Vermutungen, und obwohl dies eigentlich kein offizieller Name war, hat er sich in den letzten Jahrhunderten doch durchgesetzt.

Das Balkangebirge ist keineswegs „alt“, sondern hat sich eher erst spät „gefaltet“. Es besteht aus Granit, aber auch Karst, Gneis und Schiefer ist hier anzutreffen. Im Unterschied zum Rila- und Piringebirge war es in der Eiszeit nur sehr wenig zu Eis erstarrt, was an seinen Bildungen und nur einem einzigen Hochgebirgssee zu erkennen ist. Jedoch ist ein Teil des Reliefs des Balkangebirges typisch alpin.

Besonderheiten:

 

 

 

Neben seinen einmaligen Naturschönheiten ist das Balkangebirge auch noch für seine über die Jahrhunderte erhalten gebliebenen kulturhistorischen Denkmäler berühmt. Dazu gehören v. a. die im Gebirge verborgenen zahlreichen Klöster.

In den schweren Zeiten der Fremdherrschaft haben die Bulgaren versteckte Plätze gesucht, um dort ihre christlichen Heiligtümer zu schaffen und das Nationalbewusstsein zu erhalten. Kein anderes Gebirge in Bulgarien hat so vielen Kirchen ein Domizil geboten und sein Volk so tatkräftig unterstützt in dessen Kampf um das körperliche und geistige Überleben.

Ein kleiner Teil dieses geistigen Reichtums sind u. a. das Kloster Sedemte prestola, das Sokolski-Kloster, sowie die Klöster bei Tschiprovzi, Klissura, Tscherepisch, Sopot, Kalofer, Gloshden, Schipka, Djanovo, Kilifarevo und Kapinovo.

Piringebirge, Rilagebirge und Rhodopen

Angrenzend an das Balkan-Gebirge liegen noch weitere, kleinere Gebirgszüge, die ebenfalls sehr reizvoll sind. Dazu zählen das Piringebirge, das Rilagebirge und die Rhodopen.

Piringebirge

Das Pirin-Gebirge ist ein Hochgebirge mit stark alpinem Charakter im Südwesten Bulgariens. Es erstreckt sich auf ca. 40 km Länge von Nordwest nach Südost. Seine West-Ost-Ausdehnung beträgt ca. 25 km. Das Pirin gipfelt im 2914 m hohen Wichren. Das Gebirge ist gleichzeitig Bulgariens größter Nationalpark und nimmt eine Fläche von 264,9 km² ein. [Read more…]

Incoming search terms:

Melnik und Roshen-Kloster

Melnik ist eines der kleinsten und zugleich eines der bezauberndsten Städtchen Bulgariens (unter Denkmalschutz). Es liegt verborgen in den niedrigsten, südwestlichen Falten des Pringebirges und vereint in sich die Erinnerung an eine blühende Vergangenheit mit pastoraler Gemütlichkeit inmitten einer einmaligen Natur. Seine Anfänge liegen in der Thrakerzeit. Dann haben Römer und später Slawen die Ortschaft in ein bedeutendes Religions-, Kultur- und Verwaltungszentrum verwandelt. Ende des 6. Jh. haben die Slawen ihm dann seinen heutigen wohlklingenden Namen gegeben.

Nach dem 7. Jh. gehörte es bereits zu Bulgarien. 1215 war es die Hauptstadt des unabhängigen Despoten Alexios Slav, einem Bojaren dieser Gegend und Neffen Zar Kalojans. Nachdem Bulgarien unter osmanische Herrschaft gefallen war, verfiel das Städtchen zusehends, gelangte in der Wiedergeburtszeit des 18. und 19. Jh. jedoch wieder zu neuer Blüte. [Read more…]

Incoming search terms:

Bansko: Skiparadies auf dem Balkan

Der Höhenkurort Bansko, 160 km von Sofia entfernt, breitet sich in einem Talkessel am Fuße des Pirin, 930 m über dem Meer aus. Zahlreiche Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert im typischen Bansko-Stil, alte Kirchen mit prächtiger Wandmalerei und Holzschnitzereien, die sehr reine Luft, ganzjährig beste klimatische Bedingungen und eine urwüchsige Natur, sind die Anziehungspunkte des noch wenig bekannten Winter- und Sommersportortes.

Reichlich Schnee mit einer beständigen Schneedecke und vorwiegend sonniges Wetter lässt die Ski-Saison von Mitte Dezember bis Mitte April andauern. Etwa 4 km vom Stadt
zentrum entfernt befinden sich das Skigebiet Tschalin Valog (1100 – 1600 m), ca. 12 km entfernt das Skigebiet Schiligarnika (1700 – 2500 m) mit Pisten für alle Schwierigkeitsgrade. [Read more…]