Smolensk: Das Tor Russlands

Smolensk zählt ca. 360.000 Einwohner und liegt 4 Autostunden in westlicher Richtung von Moskau entfernt. Smolensk ist auch unter dem Namen „Das Tor Russlands“ bekannt, was sich auch in den vielen Sehenswürdigkeiten wiederspiegelt.

Weltweite Aufmerksamkeit erlangte die Stadt letztes Jahr, als bei einem Flugzeugabsturz einer Regierungsmaschine Polens Präsident Lech Kaczynski ums Leben kam.

Abseits dieser Tragödie ist Smolensk eine wunderschöne Stadt, deren Besuch sich in jedem Falle lohnt. Die beliebtesten Sehenswürdigkeit ist die Festungsmauer, welche die schöne Altstadt umgibt, die Auferstehungskathedrale, die Peter-Paul-Kirche, die Erzengel-Michael-Kirche und die Mariä-Entschlafens-Kathedrale. Smolensk liegt am Ufer des Flusses Dnepr umgeben von Hügeln.

Die Beschaffenheit der Straßen lässt jedoch zu wünschen übrig. Für diejenigen, die hier nicht vorsichtig fahren, kommen harte Kilometer zu. Denn unsere Straßen sind mit ihren unzähligen Schlaglöchern nach einem kalten Winter nichts gegen die Dauerzustände in Smolensk.

Die Landschaft dagegen ist atemberaubend. Die kleinen Holzhäuser am Rande der Stadt sehen aus, als wäre die Zeit vor hundert Jahren stehen geblieben. Die Landschaft, mit den dazugehörigen Sümpfen, ergibt ein wunderschönes Bild. In den Straßen von Smolensk herrscht oft regen Treiben, da es unzählige kleine Geschäfte gibt in denen Tee, Gewürze, Getränke und andere Sachen verkauft werden.

Auch die Altstadt ist äußerst sehenswert. Den Restaurateuren und den Architekten gelang es, Bauwerke des 11. bis 13. Jahrhunderts wiederherzustellen. Wunderschön anzusehen sind die prunkvollen Kuppeln der Uspenski-Kathedrale. Sie schweben auf 70 Meter Höhe und die geschnitzte Ikonenwand ist von riesigem künstlerischem Wert und einen Besuch auf jeden Fall wert. Eine große Sammlung von Werken namhafter Maler beherbergt das Museum für darstellende und angewandte Kunst. Es verfügt über eine sehr wertvolle Sammlung westeuropäischer Plastik, Malerei und auch Porzellankunst.

Wer einmal in Smolensk ist, sollte sich das 18 Kilometer entfernte ehemalige Gut der Fürstin M. Teneschewa ansehen. Sie war eine sehr leidenschaftliche Sammlerin von russischen Raritäten. Das Gut wurde daher zu einem künstlerisch-historischen Schutzgebiet erklärt. Sehenswert ist ebenso das sich dort befindende Museum „Talaschkino“, das eine äußerst interessante Sammlung von Erzeugnissen aus Holz und Keramik, Gravuren, Präge- und Gussarbeiten, Volkstrachten und Ikonen besitzt.

Wer sich schnell einen Überblick über Smolensk verschaffen möchte, sollte am besten ein Ticket für eine der zahlreichen Stadtrundfahrten lösen.

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