Hermannstadt in Siebenbürgen / Sibiu

Sibiu (in Deutschland eher als Hermannstadt bekannt), ist ein beliebtes Touristenziel im Herzen Rumäniens und wurde 2007 zur Kulturhauptstadt Europas gewählt. In der wirtschaftlich wichtigsten Stadt in Siebenbürgen leben etwa 155.000 Einwohner, darunter auch immer noch etwa 2000 Deutsche, die als Nachfahren der im 12. Jahrhundert angesiedelten Siebenbürger Sachsen nach Sibiu gekommen sind. Die Partei der Deutschen Minderheit (DFDR) hat eine Mehrheit im Stadtrat und stellt den Bürgermeister namens Klaus Johannis. Daher sind viele Orts- und Informationstafeln auch immer noch in deutscher Sprache ausgeführt. Zudem erfreut sich die Stadt als beliebter Investitionsstandort für deutsche Firmen und Manager.

Anreisen kann man sowohl mit dem Flugzeug über den internationalen Flughafen Sibiu, der lediglich 5 km außerhalb der Stadt liegt oder aber mit dem Zug, Bus bzw. dem Auto.

Die Stadt lebt von den unterschiedlichen Sozialstrukturen und Kulturen ihrer ehtnisch divergenten Einwohner, die neben Rumänen und Deutschen auch Ungarn, Roma und eine jüdische Gemeinde einschließt.

Daher kann man bei einem Stadtrundgang auch sehr unterschiedliche Bauten und Sehenswürdigkeiten bewundern.

Die Altstadt von Sibiu

Vor allem die wunderschöne Altstadt mit ihrer noch intakten Befestigungsmauer und den zahlreichen Türmen, Basteien und Plätzen lässt an eine bewegte Geschichte erinnern. Der große Ring ist der zentrale Platz der Hermannstädter Altstadt. Während der große Ring früher als Getreidemarkt diente und auf dem Platz im Mittelalter wichtige Ereignisse wie Versammlungen, Feste und Hinrichtungen stattfanden, wurde der große Ring 2005 kompett neugestaltet. Ihn umgeben einige der wichtigsten Gebäude der Altstadt, wie z.B. Kirchen, das Rathaus und andere Verwaltungsbauten.

grosser ring sibiu

Der große Ring in Hermannstadt (Foto: access.denied, flickr)

Auf dem kleinen Ring kann man die typischen Häuser aus dem 14. – 16. Jahrhundert bewundern, die damals vor allem Werkstätten beherbergten. In den Laubengängen im Erdgeschoss der Häuser konnte man die Waren der in den Werkstätten hergestellten Produkte erstehen. Typisch sind auch die Federmausgauben, die an den Häusern auszumachen sind. Sie werden als die berühmten „Augen von Hermannstadt“ bezeichnet.

Dann gibt es noch den Huetplatz, der im 12 Jahrhundert errichtet wurde und bis zum 14. Jahrhundert zur Verteidigung vor Feinden genutzt wurde. Danach wurden auf die Wehrmauern Häuser aufgebaut. Der Platz beherbergt heute Gebäude aus dem 15.-18. Jahrhundert, darunter die evangelische Kirche, das evangelische Stadtpfarrhaus, der Sagturm und das Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium.

Auch außerhalb der Altstadt warten zahlreiche Museen, Kirchen und Parkanlagen darauf entdeckt zu werden. Neben der Besichtigung zahlreicher Sehenswürdigkeiten kann man in Hermannstadt darüber hinaus die kulinarische Vielfalt genießen, sich wunderbar entspannen, shoppen gehen oder das Nachtleben erkunden.

Ausführliche Informationen gibt es auf der offiziellen Tourismusseite Sibius.

Besonders die interaktive Karte der historische Denkmäler hilft für die Planung der Stadtbesichtigung.

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