Der Donauradweg – Eine Radtour durch Osteuropa

Donauradweg

Ein Ausflug der ist lustig, ein Ausflug der ist schön. So oder so ähnlich heißt es ja bekanntlich. Ein Fahrradausflug entlang des Donauradwegs, der ist nicht nur schön, sondern auch ziemlich lang – zumindest wenn man sich vornimmt ihn komplett entlangzufahren. Mit einer Länge von über 2.800 Kilometern ist die Donau der zweitlängste europäische Fluss und der einzige der in West-Ost Richtung von Deutschland aus nach Osteuropa verläuft.

Mit dem Donauradweg besteht die Möglichkeit die komplette Strecke auf dem Fahrrad zu bewältigen. Für Radwanderwege gelten besondere Kriterien wie z.B. ein eindeutiger Name, Mindestlänge von 150 km, mindestens 2 m breit, bei jedem Wetter befahrbar, einheitliche und durchgängige Wegweisung, naturnahe Routenführung uvm. Jedoch können Teilstücke dieser Wege auch immer wieder stark befahrene Straßen sein oder anstrengende Steigungen beinhalten. Sollte man also die Absicht haben, die Tour mit Kindern oder älteren bzw. nicht ganz so sportlichen Leuten zu planen, so ist eine vorherige Information über die jeweilige Etappe zwingend notwendig.

Ab der Donauquelle in Donaueschingen ist der Donauradweg in Deutschland ca. 600km lang und muss daher in mehrere Etappen geteilt werden. Mit sechs Etappen lässt sich der deutsche Teil bequem abfahren, ohne dass jemand sich übermäßig anstrengen muss. Anschließend geht es von Passau aus weiter nach Österreich mit Ziel Wien. Die Wegbegebenheiten in Österreich sind sehr gut und die Landschaft überaus schön, so dass sich dieser Streckenabschnitt auf jeden Fall sehr lohnt. Bis nach Wien sind es ca. 320 km die je nach körperlicher Verfassung in 3-7 Tagen bewältigt werden können.

Von Wien aus geht es weiter bis nach Bratislava in die Slowakei und anschließend auf slowakischer Seite durch die Kleine Ungarische Tiefebene über die Dämme der aufgestauten Donau bis zum Wasserkraftwerk Gabčíkovo und von dort zum Teil auf Schotterwegen bis Komárno. Der alternative Weg, auf ungarischer Seite bis Komárom, bewegt sich meist einige Kilometer abseits der Donau, bietet dafür jedoch die Möglichkeit, die Städte Mosonmagyaróvár und Györ zu besuchen. Der weitere Weg führt nach Budapest und von dort aus nach Kroatien, wo der Donauradweg als „Ruta Dunav“ bezeichnet wird. Im kroatischen Abschnitt begegnet man vielen Schildern am Wegrand, die vor Landminen warnen. Dort sollte man es unbedingt vermeiden, die Straßen oder Wege zu verlassen. Karten und weitere Hinweise bietet das kroatische Minenräumzentrum.

Weiter nach Serbien führt der Donauradweg über verschiedene Städte nach Belgrad, der Hauptstadt Serbiens. Insgesamt beträgt die serbische Streckenlänge des Radwegs 665km. Durch das Eiserne Tor führt der Weg weiter nach Bulgarien. Hier bildet die Donau auf ca. 500km eine gemeinsame Grenze zwischen Bulgarien und Rumänien. Eine beidseitige Umsetzung der Markierungen des Radweges sollte im Frühjahr 2012 abgeschlossen werden. Rumänien selbst hat wiederum den längsten Streckenabschnitt des Donauradweges mit über 1.000km. Die Route führt durch die Gebiete der Kleinen und Großen Walachei nach Osten und dann durch die Dobrudscha zunächst in nördlicher Richtung und dann zum Donaudelta.

Bildquelle: wikipedia | Harald Bischoff

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