Bulgarien will in die Formel 1

Das osteuropäische Land Bulgarien hat sich erst kürzlich die Ausrichtung eines Rennens bei der Rallye-WM gesichert und hat sich jetzt auch für ein Formel-1-Rennen beworben.

Im Jahr 2012 plant Bulgarien seinen ersten Formel-1 Grand Prix. Ein Vertrag könnte noch im November unterschrieben werden. Der Formel-1 Kurs, der zusammen mit arabischen Investoren gebaut werden soll, wird 85.000 Zuschauern Platz bieten, wovon 55.000 Plätze auf Tribünenplätze entfallen.

Als besonderes Highlight soll die Strecke als erste Rennstrecke weltweit über beheizbare Asphaltflächen verfügen, was dafür sorgen soll, dass nach Regenschauern die Strecke schneller trocknet. Auch für Reifentests diverser Reifenhersteller eignet sich dieses Feature. Zudem soll der Kurs, der auf einem ehemaligen Militärflughafen bei Sofia gebaut werden soll, mit Flutlichtern ausgestattet werden, damit dort auch Nachtrennen ausgetragen werden können. In dem Zusammenhang hat Bulgarien auch seine Ambitionen für die MotoGP (Motorrad-WM) angekündigt.

Falls Bulgarien den Zuschlag für das Formel-1 Rennen bekommt, könnte dies auf Kosten der ungarischen Strecke auf dem Hungaroring gehen. Auf dem 4,384 km langen Kurs in der bulgarischen Gemeinde Mogyoród wird seit 1986 der Große Preis von Ungarn ausgetragen.

Insidern zufolge wird dem Projekt jedoch nur eine geringe Chance zugesprochen. Nicht nur, dass die Investition noch nicht als gesichert gilt, es gilt zudem als unwahrscheinlich, dass der Grand Prix in Ungarn gestrichen wird und als noch unwahrscheinlicher, dass zwei Formel-1 Rennen in Osteuropa stattfinden.

Weiterführende Informationen: sport.t-online.de / motorsport.de

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